Wer spontan Bargeld braucht, möchte nicht erst vor dem Automaten über eine Gebühr nachdenken. Wo kann ich als Postbank-Kunde kostenlos Geld abheben? Die wichtigsten Anlaufstellen sind Postbank-Automaten, die Cash Group sowie ausgewählte Händler und Filialen. Ich zeige, welche Möglichkeit wann sinnvoll ist, worauf ich bei Gebühren achte und welche Limits gelten.
Mit diesen Möglichkeiten bleibt die Bargeldabhebung meist kostenlos
- Postbank-Automaten sind mit der Postbank Card kostenfrei nutzbar.
- Zur Cash Group gehören Postbank, Deutsche Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank.
- Bei teilnehmenden Händlern sind häufig bis zu 200 Euro Cashback möglich.
- Der Bargeld-Code funktioniert ohne Karte und ohne Einkauf an mehr als 12.500 Partnerstandorten.
- Fremde Automaten können ein eigenes Entgelt verlangen, das vor der Auszahlung angezeigt werden muss.

Diese Automaten kann ich mit der Postbank Card kostenlos nutzen
Am einfachsten ist die Auszahlung an einem Postbank-Geldautomaten. Mit der Postbank Card und der persönlichen PIN ist die Bargeldabhebung in Deutschland grundsätzlich kostenlos. Viele Automaten stehen direkt an Postbank-Filialen oder in Selbstbedienungsbereichen und sind auch außerhalb der Schalterzeiten zugänglich.
Fehlt in der Nähe ein Postbank-Automat, nutze ich die Automaten der Cash Group. Dazu gehören neben der Postbank die Deutsche Bank, die Commerzbank und die HypoVereinsbank beziehungsweise UniCredit Bank. Die Cash Group stellt bundesweit mehrere Tausend Automaten bereit, sodass sich besonders in größeren Städten meist schnell eine gebührenfreie Alternative finden lässt.
Eine weitere Möglichkeit sind ausgewählte Cardpoint-Automaten mit Postbank-Logo. Sie stehen häufig an Bahnhöfen, Flughäfen, Autobahntankstellen oder in Einkaufszentren. Entscheidend ist das sichtbare Postbank-Zeichen. Ein beliebiger Cardpoint-Automat ohne dieses Kennzeichen ist nicht automatisch kostenlos.
Auch Postbank-Filialen und bestimmte Partnerfilialen der Deutschen Post können für die Bargeldversorgung infrage kommen. Ich würde vor dem Weg dorthin den Bargeldfinder der Postbank prüfen, weil sich Ausstattung und Service je nach Standort unterscheiden.
Die Cash Group ist die wichtigste kostenlose Alternative
Viele Kunden denken bei einer Postbank-Karte ausschließlich an Postbank-Automaten. Das ist unnötig einschränkend. Die Cash Group-Kooperation erlaubt die kostenlose Nutzung der Geldautomaten von vier großen Privatbanken, sofern die Auszahlung mit der passenden Postbank Debitkarte erfolgt.
| Geldautomat oder Standort | Gebühr mit Postbank Card | Worauf ich achte |
|---|---|---|
| Postbank | 0 Euro | Postbank Card und PIN verwenden |
| Deutsche Bank | 0 Euro | Cash Group-Zugehörigkeit prüfen |
| Commerzbank | 0 Euro | Girokonto und Karte müssen zur Auszahlung passen |
| HypoVereinsbank | 0 Euro | Auf das Cash Group-Zeichen achten |
| Cardpoint mit Postbank-Logo | 0 Euro | Nicht jeder Cardpoint-Automat ist eingeschlossen |
Die Standortsuche in der Postbank-App oder auf der Website ist dafür praktischer als eine allgemeine Karten-App. Ich filtere dort gezielt nach Geldautomaten, Cashback oder Bargeld-Code. So sehe ich nicht nur die Adresse, sondern oft auch, ob Einzahlungen, Auszahlungen oder andere Services möglich sind.
Bargeld an der Kasse holen und den Automaten umgehen
Wer ohnehin einkauft, kann bei vielen Einzelhändlern direkt an der Kasse Bargeld erhalten. Dafür bezahle ich den Einkauf mit der Postbank Card, gebe die PIN ein und lasse mir den gewünschten Betrag auszahlen. Das Verfahren kostet den Kunden in der Regel nichts, allerdings legt jeder Händler eigene Bedingungen fest.
Üblich sind ein Mindesteinkaufswert von 5 oder 20 Euro und ein Höchstbetrag von meist 200 Euro. Der Auszahlungsbetrag wird zusammen mit dem Einkauf vom Konto abgebucht und auf dem Kassenbon ausgewiesen. Vor dem Bezahlen frage ich kurz nach, ob Cashback an diesem Standort tatsächlich angeboten wird.
Für kleine Bargeldbeträge ist diese Lösung oft bequemer als ein Umweg zum Geldautomaten. Sie lohnt sich aber nur, wenn ich den Einkauf ohnehin geplant habe. Extra Waren zu kaufen, nur um eine mögliche Automatengebühr zu vermeiden, ist finanziell selten sinnvoll.
Der Bargeld-Code funktioniert ohne Karte
Mit dem Postbank Bargeld-Code kann ich in der App einen Barcode erzeugen und ihn an einer teilnehmenden Kasse vorzeigen. Ein Einkauf ist dafür nicht erforderlich. Der Service steht laut Postbank an mehr als 12.500 Partnerstandorten zur Verfügung, darunter beispielsweise REWE und Rossmann.
Die Nutzung ist schnell erledigt. In der App wähle ich den Bargeld-Code, gebe den Betrag ein und lasse den Barcode scannen. Pro Vorgang sind höchstens 300 Euro möglich, innerhalb von 24 Stunden insgesamt maximal 999,99 Euro. Der Code bleibt zwei Stunden gültig und verfällt danach automatisch.
Wann trotz Postbank-Konto Gebühren entstehen können
Ein fremder Geldautomat ist nicht automatisch kostenlos, nur weil ich Postbank-Kunde bin. Die Postbank kann bei anderen Instituten zwar auf ein eigenes Entgelt verzichten, der Betreiber des Automaten darf jedoch eine Gebühr verlangen. Diese muss mir vor der Auszahlung angezeigt werden.
Wird ein Betrag eingeblendet, den ich nicht akzeptieren möchte, breche ich den Vorgang ab. Besonders vorsichtig bin ich bei Automaten in touristischen Gegenden, an Bahnhöfen, Flughäfen und in Nachtlokalen. Dort sind zusätzliche Betreiberentgelte deutlich wahrscheinlicher als an einem Automaten der Cash Group.
Auch die Kartenart und das Kontomodell spielen eine Rolle. Für das Postbank Giro direkt sowie für Geschäfts- und Firmenkunden können abweichende Entgelte nach dem jeweils geltenden Preis- und Leistungsverzeichnis gelten. Die kostenlose Nutzung der Cash Group bezieht sich vor allem auf die Postbank Card beziehungsweise Debitkarte und nicht automatisch auf jede Kreditkarte.
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Die SparCard ist ein eigener Fall
Mit der Postbank SparCard gelten eigene Regeln. Im Inland sind nach Angaben der Postbank kostenlose Verfügungen an den Geldautomaten der Cash Group möglich. Das tägliche Standardlimit liegt bei 600 Euro, innerhalb von sieben Tagen sind normalerweise höchstens 1.600 Euro vorgesehen.
Bei einer Mastercard oder Visa Card gelten wiederum die Konditionen der jeweiligen Karte. Eine Kreditkartenabhebung kann beispielsweise prozentual berechnet werden und einen Mindestbetrag auslösen. Deshalb prüfe ich vor der Auszahlung immer, ob ich tatsächlich die Postbank Card und nicht versehentlich eine Kreditkarte ausgewählt habe.
Limits, Ausland und die richtige Vorgehensweise
Mit der Postbank Card liegt das übliche Auszahlungslimit bei 1.000 Euro pro Tag. Das schützt vor Missbrauch, kann aber bei größeren Anschaffungen überraschend knapp sein. Für höhere Beträge ist ein Schalterbesuch sinnvoll, wobei größere Summen eventuell vorher bestellt werden müssen.
Im Ausland gelten andere Bedingungen. Die Postbank nennt kostenlose Abhebungen an mehr als 700 ausländischen Geldautomaten der Deutschen Bank. Bei anderen Automaten können Betreiberentgelte, Wechselkursaufschläge oder Gebühren der verwendeten Karte dazukommen. Ich wähle, wenn möglich, die Auszahlung in der Landeswährung und lehne eine dynamische Währungsumrechnung am Automaten ab.
Meine praktische Reihenfolge sieht deshalb so aus. Zuerst suche ich einen Postbank- oder Cash Group-Automaten. Ist keiner erreichbar, prüfe ich Cardpoint mit Postbank-Logo oder eine teilnehmende Kasse. Erst danach nutze ich einen fremden Automaten und kontrolliere die Gebührenanzeige sorgfältig.
So bleibt die nächste Bargeldabhebung planbar
Für den Alltag decken Postbank-Automaten und die Cash Group den größten Teil des Bedarfs ab. Cashback eignet sich gut für kleinere Beträge, während der Bargeld-Code besonders praktisch ist, wenn die Karte gerade nicht zur Hand ist.
Ich speichere mir den Bargeldfinder in der Postbank-App und prüfe vor größeren Auszahlungen das Tageslimit. So vermeide ich unnötige Gebühren, abgebrochene Transaktionen und die unangenehme Überraschung, an einem vermeintlich passenden Automaten doch zahlen zu müssen.
