Es ist 22:45 Uhr, eine Aktie bewegt sich stark, und du fragst dich, ob eine Order bei Trade Republic noch ausgeführt wird. Ich ordne die Handelszeiten für Aktien, ETFs, Anleihen, Derivate und Kryptowährungen ein und zeige, worauf du bei Spreads, Feiertagen, Sparplänen und Orderarten achten solltest.
Die wichtigsten Handelszeiten auf einen Blick
- Aktien, ETFs und viele Anleihen sind börsentäglich meist von 7:30 bis 23:00 Uhr handelbar.
- Derivate können in der Regel von 8:00 bis 22:00 Uhr gehandelt werden.
- Kryptowährungen lassen sich grundsätzlich rund um die Uhr handeln, auch am Wochenende.
- Samstag und Sonntag sind für klassische Wertpapiere keine regulären Handelstage.
- Die längere Öffnungszeit bedeutet nicht automatisch einen guten Kurs. Spread und Liquidität sind entscheidend.
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Welche Handelszeiten gelten bei Trade Republic?
Für die meisten klassischen Wertpapiere gilt bei Trade Republic an regulären Börsentagen ein Zeitfenster von 7:30 bis 23:00 Uhr. Die Angabe bezieht sich auf die deutsche Ortszeit, also je nach Jahreszeit auf MEZ oder MESZ. In diesem Zeitraum können Anleger typischerweise Aktien, ETFs, Fonds und bestimmte Anleihen kaufen oder verkaufen.
| Anlageklasse | Übliche Handelszeit | Handelstage |
|---|---|---|
| Aktien | 7:30 bis 23:00 Uhr | Montag bis Freitag |
| ETFs und Fonds | 7:30 bis 23:00 Uhr | Montag bis Freitag |
| Anleihen | meist 7:30 bis 23:00 Uhr | abhängig vom verfügbaren Handelsplatz |
| Derivate | 8:00 bis 22:00 Uhr | Montag bis Freitag |
| Kryptowährungen | 24 Stunden täglich | Montag bis Sonntag |
Bei Aktien und ETFs läuft der Handel häufig über das elektronische Handelssystem Lang & Schwarz Exchange. Das erklärt, warum du deutlich länger handeln kannst als etwa im klassischen Xetra-Kernhandel von 9:00 bis 17:30 Uhr. Die konkrete Verfügbarkeit eines Wertpapiers kann trotzdem abweichen, weshalb ich vor einer Order immer auf den Handelsstatus in der App schaue.
Aktien, ETFs und Derivate haben unterschiedliche Zeitfenster
Die wichtigste Unterscheidung betrifft den Derivatehandel. Während Aktien und ETFs bis 23:00 Uhr verfügbar sein können, endet der Handel mit Optionsscheinen, Knock-out-Produkten und Faktor-Zertifikaten in der Regel bereits um 22:00 Uhr.
Der Grund liegt darin, dass Derivate direkt mit dem jeweiligen Emittenten gehandelt werden. Trade Republic nennt dafür unter anderem HSBC, Société Générale, UBS und Vontobel. Jeder Emittent stellt seine Kurse innerhalb bestimmter Zeiten und unter bestimmten Marktbedingungen. Ist kein handelbarer Preis verfügbar, kann das Produkt trotz eigentlich geöffneter App vorübergehend nicht handelbar sein.
Auch bei internationalen Aktien zählt nicht nur die Öffnungszeit der deutschen Plattform. Ein US-Wert kann bei Trade Republic ab 7:30 Uhr handelbar sein, obwohl die wichtigste US-Börse erst später öffnet. Gerade in dieser Phase ist der Spread häufig größer, weil weniger Marktteilnehmer Preise stellen und die Heimatbörse noch geschlossen ist.
Bei Sparplänen gelten wiederum eigene Regeln. Die Ausführung erfolgt grundsätzlich nach einem automatisierten Verfahren innerhalb der Xetra-Zeit von 9:00 bis 17:30 Uhr. Als Ausführungstage kommen bei Trade Republic unter anderem der 2. oder 16. eines Monats infrage. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Wertpapier und dessen Herkunftsmarkt ab.
Was gilt am Wochenende und an Feiertagen?
Am Samstag und Sonntag findet bei Trade Republic normalerweise kein Handel mit Aktien, ETFs, Anleihen oder Derivaten statt. Du siehst dann meist den letzten verfügbaren Schlusskurs, der nicht mit einem aktuellen Marktpreis verwechselt werden sollte.
Eine Ausnahme bilden Kryptowährungen. Bitcoin, Ethereum und andere bei Trade Republic verfügbare Kryptoanlagen können grundsätzlich an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr gehandelt werden. Vorübergehende Wartungen oder technische Einschränkungen sind trotzdem möglich.
Auch gesetzliche Feiertage führen nicht immer automatisch zu denselben Handelszeiten wie bei jeder anderen Börse. Für 2026 zeigt der Kalender der Lang & Schwarz Exchange unter anderem folgende Regelungen:
| Datum 2026 | Tag | Handel mit klassischen Wertpapieren |
|---|---|---|
| 1. Januar | Neujahr | Kein Handel |
| 3. April | Karfreitag | Kein Handel |
| 6. April | Ostermontag | Kein Handel |
| 1. Mai | Tag der Arbeit | Kein Handel |
| 14. Mai | Christi Himmelfahrt | Regulär von 7:30 bis 23:00 Uhr |
| 25. Mai | Pfingstmontag | Regulär von 7:30 bis 23:00 Uhr |
| 24. und 25. Dezember | Heiligabend und 1. Weihnachtstag | Kein Handel |
| 30. Dezember | Letzter Börsentag | Verkürzt bis 14:00 Uhr |
| 31. Dezember | Silvester | Kein Handel |
Die Tabelle zeigt zugleich, warum ein allgemeiner Feiertagskalender nicht immer ausreicht. Regionale Feiertage wie der Buß- und Bettag können laut Handelskalender trotzdem ein regulärer Handelstag sein. Bei einer wichtigen Order prüfe ich deshalb nicht nur das Datum, sondern direkt den Status des konkreten Wertpapiers in der App.
Welche Uhrzeit ist für Orders sinnvoll?
Die längste mögliche Handelszeit ist nicht automatisch die beste. Besonders kurz nach 7:30 Uhr und kurz vor 23:00 Uhr können die Spreads bei einzelnen Aktien oder ETFs deutlich breiter sein. Der Spread ist die Differenz zwischen dem verfügbaren Kauf- und Verkaufspreis und damit ein direkter Kostenfaktor für Anleger.
Für viele Standardwerte ist die Zeit zwischen 9:00 und 17:30 Uhr ein sinnvoller Orientierungspunkt, weil dann der Xetra-Handel geöffnet ist. Bei US-Aktien und US-lastigen ETFs verbessert sich die Preisbildung oft zusätzlich, wenn die US-Börsen öffnen. Das ist in Deutschland meistens ab 15:30 Uhr der Fall, wobei sich die Zeit rund um die unterschiedlichen Sommerzeitumstellungen vorübergehend verschieben kann.
Ich würde bei größeren Beträgen außerhalb der liquidesten Zeiten möglichst keine unlimitierte Market-Order verwenden. Eine Market-Order wird zum nächstbesten verfügbaren Preis ausgeführt, der angezeigte Kurs ist also keine Preisgarantie. Eine Limit-Order legt dagegen den maximalen Kaufpreis oder den minimalen Verkaufspreis fest.
Das Limit schützt zwar vor einer unerwartet schlechten Ausführung, garantiert aber nicht, dass der Auftrag überhaupt ausgeführt wird. Wird der festgelegte Kurs nicht erreicht, bleibt die Order offen oder verfällt nach ihrer Gültigkeit. Bei Trade Republic kann eine Limit-Order grundsätzlich tagesgültig oder bis zu 360 Tage gültig sein.
Warum ein Kurs angezeigt wird, aber keine Order möglich ist
Außerhalb der Handelszeiten zeigt Trade Republic häufig den letzten Schlusskurs an. Dieser Wert hilft bei der Orientierung, ist aber kein laufender handelbarer Preis. Ein Mond-Symbol oder ein entsprechender Hinweis in der App deutet meist darauf hin, dass aktuell keine neuen Kurse gestellt werden.
Ein Wertpapier kann auch während der regulären Zeit vorübergehend ausgesetzt sein. Häufige Gründe sind Kapitalmaßnahmen, eine Aussetzung durch die Börse, außergewöhnliche Kursschwankungen oder ein Delisting. Bei einem Börsengang kann zusätzlich eine Lücke zwischen der Zuteilung und dem Beginn des öffentlichen Handels entstehen.
Bei internationalen Wertpapieren kommt ein weiterer Punkt hinzu. Die Aktie kann in Deutschland handelbar sein, während ihre Heimatbörse geschlossen ist. Das ist technisch möglich, kann aber zu weniger verlässlichen Preisen führen. Für langfristige ETF-Sparpläne ist dieser Unterschied meist weniger kritisch als für eine große Einzelorder, bei der wenige Basispunkte bereits einen spürbaren Betrag ausmachen.
Wenn eine Position plötzlich nicht handelbar ist, hilft daher ein kurzer Check in drei Schritten. Zuerst prüfst du die Handelszeit, danach den Status des Instruments und schließlich, ob eine Kapitalmaßnahme oder eine Börsenunterbrechung vorliegt. Erst wenn diese Punkte unauffällig sind, lohnt sich die Suche nach einem technischen Problem.
Eine einfache Zeitregel für den nächsten Trade
Für normale Aktien- und ETF-Orders kannst du dir 7:30 bis 23:00 Uhr an Börsentagen merken. Bei Derivaten endet das Standardfenster meist um 22:00 Uhr, bei Kryptowährungen gibt es grundsätzlich keine tägliche Börsenpause.
Meine praktische Empfehlung lautet, bei wichtigen Orders auf die Kernzeiten der großen Referenzbörsen zu achten, den Spread zu kontrollieren und bei Unsicherheit ein Limit zu setzen. Die Handelszeit entscheidet nicht allein über den Erfolg einer Geldanlage, aber sie kann darüber bestimmen, ob du zu einem fairen Preis kaufst oder unnötig teuer handelst.
