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CO2-Preis - Was Benzin, Gas und Heizöl jetzt kosten

Giuseppe Held 22. Juli 2026
Balkendiagramm: CO2-Preis in Euro pro Tonne von 2021 bis 2027, mit Prognose für 2027.

Inhaltsverzeichnis

Steigende Kosten an der Tankstelle oder in der Heizkostenabrechnung hängen oft mit dem deutschen CO2-Preis zusammen. Die umgangssprachlich häufig als CO2-Steuer bezeichnete Abgabe verteuert fossile Brennstoffe und soll klimafreundliche Alternativen attraktiver machen. Ich zeige, wie das System 2026 funktioniert, welche Beträge bei Benzin, Diesel, Gas und Heizöl anfallen und wer die Kosten beim Wohnen trägt.

Die wichtigsten Fakten zum CO2-Preis 2026 auf einen Blick

  • 55 bis 65 Euro je Tonne CO2 gelten 2026 im deutschen Brennstoffemissionshandel.
  • Betroffen sind vor allem Benzin, Diesel, Heizöl, Erdgas, Flüssiggas und Kohle.
  • Der Aufschlag beträgt bei Benzin und Diesel 2026 gegenüber dem Vorjahr bis zu etwa 3 Cent je Liter.
  • Bei Mietwohnungen werden die Heizkosten nach einem Stufenmodell zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt.
  • Die CO2-Bepreisung ist rechtlich keine klassische Steuer, sondern ein Zertifikatehandel mit staatlich festgelegtem Preisrahmen.

Was hinter der sogenannten CO2-Steuer steckt

In Deutschland gibt es keine eigenständige Steuer mit dem offiziellen Namen CO2-Steuer. Gemeint ist meist der nationale CO2-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz. Anbieter von fossilen Brennstoffen müssen Zertifikate für die dabei entstehenden Emissionen erwerben. Die Kosten werden in der Regel an Unternehmen und Verbraucher weitergegeben.

Das Verfahren betrifft nicht den Kauf eines einzelnen Zertifikats durch private Haushalte. Wer tankt oder mit Gas heizt, kauft also nicht selbst Emissionsrechte. Der Preis steckt bereits im Endpreis des Brennstoffs. Genau deshalb ist der Aufschlag auf der Tankquittung oder Gasrechnung oft nicht als eigene Position erkennbar.

Das Ziel ist ein finanzielles Signal für fossilen Verbrauch. Wer viel Benzin, Heizöl oder Erdgas nutzt, zahlt mehr. Wer den Verbrauch durch bessere Dämmung, sparsames Fahren oder eine alternative Heizung senkt, kann die Belastung reduzieren. Ich halte dabei eine Unterscheidung für wichtig: Der CO2-Preis wirkt nur dann überzeugend, wenn bezahlbare Alternativen tatsächlich verfügbar sind.

Vom nationalen System zu unterscheiden ist der europäische Emissionshandel. Dieser erfasst unter anderem große Kraftwerke und Industrieanlagen. Für private Haushalte ist vor allem der deutsche Brennstoffhandel relevant, weil er die fossilen Energieträger im Verkehr und bei der Wärmeversorgung verteuert.

Wie hoch der CO2-Preis 2026 ausfällt

Der Preis ist 2026 nicht mehr für das gesamte Jahr auf einen einzigen festen Betrag festgelegt. Stattdessen gilt ein Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2. Die Zertifikate werden versteigert, wobei Gebote innerhalb dieses Rahmens möglich sind. Der tatsächlich wirksame Preis kann deshalb je nach Zeitraum variieren.

Jahr Preis je Tonne CO2 Verfahren
2021 25 Euro Festpreis
2022 30 Euro Festpreis
2023 30 Euro Festpreis
2024 45 Euro Festpreis
2025 55 Euro Festpreis
2026 55 bis 65 Euro Versteigerung im Preiskorridor

Die Bundesregierung bezeichnete die Entwicklung 2026 als moderater als in den Vorjahren. Gegenüber 2025 kann der Preis dennoch steigen, wenn ein Zertifikat am oberen Ende des Korridors gehandelt wird. Für die persönliche Haushaltsplanung rechne ich deshalb lieber mit dem höheren Wert von 65 Euro, statt den günstigeren Fall fest einzuplanen.

Für die Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Mietern und Vermietern wird 2026 der Mittelwert von 60 Euro je Tonne zugrunde gelegt. Dieser Wert ist nicht automatisch identisch mit dem Preis, der bei jeder Versteigerung tatsächlich erzielt wird.

Was Benzin, Diesel, Gas und Heizöl zusätzlich kosten

Die folgende Übersicht zeigt den ungefähren CO2-Anteil im Endpreis bei einem Preis zwischen 55 und 65 Euro je Tonne. Die Werte enthalten die Mehrwertsteuer, berücksichtigen aber keine Veränderungen beim Rohölpreis, bei Netzentgelten oder bei der Energiesteuer.

Brennstoff CO2-Anteil ohne Mehrwertsteuer CO2-Anteil inklusive Mehrwertsteuer
Benzin 12,8 bis 15,1 Cent je Liter 15,2 bis 18,0 Cent je Liter
Diesel 14,6 bis 17,2 Cent je Liter 17,4 bis 20,5 Cent je Liter
Heizöl 14,7 bis 17,4 Cent je Liter 17,5 bis 20,7 Cent je Liter
Erdgas 1,1 bis 1,3 Cent je kWh 1,3 bis 1,5 Cent je kWh

Der Unterschied zwischen dem unteren und oberen Preiswert klingt zunächst klein. Bei einem Benzinverbrauch von 900 Litern im Jahr ergibt sich daraus jedoch eine zusätzliche Spanne von rund 25 Euro brutto. Bei einem Dieselverbrauch von 1.200 Litern sind es ungefähr 38 Euro brutto. Das ist der Effekt des Korridors allein, nicht der gesamte CO2-Anteil im Kraftstoffpreis.

Beim Heizen fällt der Verbrauch stärker ins Gewicht. Ein Haushalt mit 12.000 Kilowattstunden Erdgas zahlt 2026 für den CO2-Anteil grob 157 bis 186 Euro brutto. Bei 2.000 Litern Heizöl liegen die entsprechenden Kosten bei etwa 350 bis 414 Euro. Bei Mietern wird davon allerdings nicht zwangsläufig der komplette Betrag weitergereicht.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass der CO2-Preis bei Benzin und Diesel 2026 zu einer Erhöhung von bis zu etwa drei Cent je Liter gegenüber dem Vorjahr führen kann. Meine praktische Faustregel lautet deshalb: Nicht nur auf den Preis pro Tonne schauen, sondern den Wert mit dem eigenen Jahresverbrauch multiplizieren.

Wie die Kosten beim Heizen zwischen Mietern und Vermietern verteilt werden

Seit 2023 gilt für Wohngebäude ein Stufenmodell. Entscheidend ist, wie viel CO2 das Gebäude oder die Wohnung pro Quadratmeter und Jahr verursacht. Je schlechter die energetische Qualität, desto größer ist der Anteil des Vermieters. Damit soll verhindert werden, dass Mieter allein für eine ineffiziente Gebäudehülle bezahlen.

CO2-Ausstoß des Gebäudes Anteil Mieter Anteil Vermieter
Unter 12 kg je m² und Jahr 100 Prozent 0 Prozent
12 bis unter 17 kg 90 Prozent 10 Prozent
17 bis unter 22 kg 80 Prozent 20 Prozent
22 bis unter 27 kg 70 Prozent 30 Prozent
27 bis unter 32 kg 60 Prozent 40 Prozent
32 bis unter 37 kg 50 Prozent 50 Prozent
37 bis unter 42 kg 40 Prozent 60 Prozent
42 bis unter 47 kg 30 Prozent 70 Prozent
47 bis unter 52 kg 20 Prozent 80 Prozent
Ab 52 kg 5 Prozent 95 Prozent

Ein Beispiel macht die Regelung greifbarer. Entstehen für ein Mehrfamilienhaus 600 Euro CO2-Kosten und liegt der Ausstoß bei mindestens 52 Kilogramm je Quadratmeter, tragen die Mieter zusammen nur 30 Euro. Bei einem gut gedämmten Gebäude mit weniger als zwölf Kilogramm kann dagegen der gesamte Betrag bei den Mietern liegen.

Die Aufteilung erfolgt normalerweise über die Heizkostenabrechnung. Wer die Wohnung mit einer eigenen Gastherme beheizt, sollte die Abrechnung besonders genau prüfen. Der Vermieter muss seinen Anteil in solchen Fällen grundsätzlich erstatten. Ausnahmen können bestehen, wenn gesetzliche Vorgaben eine energetische Sanierung verhindern, etwa bei bestimmten denkmalgeschützten Gebäuden.

Für Nichtwohngebäude wie Büros oder Gewerberäume gilt grundsätzlich, dass Mieter höchstens 50 Prozent der CO2-Kosten tragen. Wer eine Abrechnung erhält, sollte deshalb nicht nur den Gesamtbetrag, sondern auch den ausgewiesenen CO2-Anteil und den angewandten Verteilungsschlüssel kontrollieren.

Was die Einnahmen bewirken und wo die Grenzen liegen

Die Einnahmen aus der Zertifikateveräußerung fließen an den Bund. Sie können für Klimaschutz, den Ausbau klimafreundlicher Technologien und Entlastungsmaßnahmen eingesetzt werden. Eine automatische Auszahlung als Klimageld an jede Person ist damit nicht verbunden.

Der gewünschte Effekt ist eine Veränderung von Entscheidungen. Eine Wärmedämmung, ein sparsameres Auto oder eine andere Heiztechnik soll sich langfristig stärker rechnen. Kurzfristig bleibt der Spielraum vieler Haushalte allerdings begrenzt. Wer zur Miete wohnt oder auf das Auto angewiesen ist, kann seinen fossilen Verbrauch oft nicht schnell ersetzen.

Der CO2-Preis allein löst dieses Problem nicht. Er macht fossile Energie teurer, senkt aber weder automatisch die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe noch verbessert er den öffentlichen Nahverkehr. Ich sehe ihn deshalb eher als ein Element unter mehreren, nicht als vollständige Klimapolitik.

Ein häufiger Fehler ist, den CO2-Preis mit dem gesamten Anstieg der Energiepreise gleichzusetzen. Der Endpreis für Benzin, Gas oder Heizöl hängt zusätzlich von Beschaffung, Transport, Steuern, Netzentgelten und der allgemeinen Marktlage ab. Die Rechnung auf der eigenen Abrechnung kann daher deutlich stärker schwanken als der gesetzliche CO2-Anteil.

Wie Verbraucher die Mehrkosten sinnvoll begrenzen

Wer die eigene Belastung reduzieren möchte, sollte zuerst den tatsächlichen Verbrauch kennen. Bei einem Haushalt mit Gasheizung bringt eine Senkung um zehn Prozent meist mehr als die Suche nach einem Anbieter mit einem geringfügig niedrigeren Arbeitspreis. Bei einem Auto sind Fahrleistung, Verbrauch und Fahrstil die größten Stellschrauben.

  • Heizung prüfen: Raumtemperatur, Heizzeiten und hydraulischer Abgleich können den Verbrauch ohne große Investition senken.
  • Verbrauch vergleichen: Rechnungen sollten in Kilowattstunden oder Litern über mehrere Jahre verglichen werden, nicht nur anhand des Gesamtbetrags.
  • Mietabrechnung kontrollieren: Der CO2-Anteil und die prozentuale Aufteilung müssen nachvollziehbar ausgewiesen sein.
  • Investitionen rechnen: Dämmung, neue Heizung oder ein Fahrzeugwechsel lohnen sich nur, wenn Anschaffungskosten, Förderung und erwartete Einsparung zusammenpassen.
  • Mit einem Korridor planen: Für 2026 sollte das Haushaltsbudget eher mit 65 statt mit 55 Euro je Tonne kalkuliert werden.

Bei kleinen Verbräuchen ist eine teure Sofortmaßnahme oft nicht sinnvoll. Ein Heizungswechsel nur wegen des CO2-Preises kann wirtschaftlich enttäuschen, wenn die Anlage noch funktionstüchtig ist und hohe Finanzierungskosten entstehen. Größere Investitionen sollten deshalb immer mit Verbrauch, Gebäudezustand, Förderbedingungen und geplanter Wohndauer bewertet werden.

Was 2026 bei der persönlichen Rechnung wirklich zählt

Für die meisten Haushalte ist nicht der Begriff Steuer entscheidend, sondern die konkrete Menge an fossiler Energie. Wer 900 Liter Benzin verbraucht, hat eine andere Belastung als ein Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Gas oder 2.000 Litern Heizöl.

Ich würde deshalb mit drei Zahlen arbeiten: dem Jahresverbrauch, dem CO2-Anteil je Einheit und dem eigenen Kostenanteil bei der Heizabrechnung. So wird aus einer abstrakten Angabe von 55 bis 65 Euro je Tonne eine realistische persönliche Planung.

Der wichtigste praktische Schritt ist, die Abrechnung nicht nur nach dem Endbetrag zu beurteilen. Wer den CO2-Anteil separat prüft und die Aufteilung im Mietverhältnis nachvollzieht, erkennt schneller, ob die Kosten plausibel berechnet wurden und wo sich der eigene Energieverbrauch tatsächlich senken lässt.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Gemeint ist meist der nationale CO2-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz. Anbieter fossiler Brennstoffe kaufen dafür Zertifikate und geben die Kosten in der Regel über die Endpreise an Unternehmen und Verbraucher weiter.

Bei 55 bis 65 Euro je Tonne CO2 beträgt der Aufschlag inklusive Mehrwertsteuer etwa 15,2 bis 18,0 Cent je Liter Benzin, 17,4 bis 20,5 Cent je Liter Diesel und 17,5 bis 20,7 Cent je Liter Heizöl. Erdgas wird dadurch mit etwa 1,3 bis 1,5 Cent je Kilowattstunde belastet.

Seit 2023 gilt ein Stufenmodell, das den CO2-Ausstoß des Gebäudes pro Quadratmeter berücksichtigt. Bei weniger als 12 Kilogramm CO2 je Quadratmeter tragen Mieter 100 Prozent, ab 52 Kilogramm tragen sie nur 5 Prozent und Vermieter 95 Prozent. Die Aufteilung wird normalerweise in der Heizkostenabrechnung ausgewiesen.

Entscheidend sind der Jahresverbrauch, der CO2-Anteil je Liter oder Kilowattstunde und bei Mietern der eigene Kostenanteil. Für die Haushaltsplanung empfiehlt sich 2026 der obere Wert von 65 Euro je Tonne, weil der tatsächliche Preis im Korridor zwischen 55 und 65 Euro liegen kann.

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Autor Giuseppe Held
Giuseppe Held
Mein Name ist Giuseppe Held und seit 8 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Wirtschaft, Karriere und Verbraucherwissen. Meine Arbeit bei geldautomateninfo.de sehe ich als Möglichkeit, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten und Ihnen damit zu helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Mich fasziniert besonders, wie sich wirtschaftliche Entwicklungen auf unseren Alltag auswirken und welche Wege es gibt, seine Karriere aktiv zu gestalten. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen sorgfältig zu recherchieren, verschiedene Perspektiven zu beleuchten und Trends aufzuzeigen, damit Sie stets auf dem neuesten Stand sind und sich in der heutigen schnelllebigen Welt gut zurechtfinden. Mein Ziel ist es, Ihnen nützliche und verlässliche Einblicke zu geben, die Sie direkt anwenden können.

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